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Wird es in der Zukunft auch bei den führenden Wettanbietern Zahlungen per Bitcoin geben?

So funktioniert Bitcoin

Bitcoin bezeichnet eine digitale Währung – besser, ein digitales Zahlungsmittel. Es ist ein Zahlungssystem sowie eine Geldeinheit. Es ist dezentral organisiert und es wird mit Hilfe einer eigenen Software in einem Netz von Rechnern verwaltet und geschöpft. Das System basiert auf der Blockchain, einer Art Journal, in dem sämtliche Bitcoin-Transaktionen vermerkt sind. Die Aktivitäten laufen ausnahmslos in Peer-to-Peer-Verbindungen, so dass keine Bank und keine dritte Person in den Zahlungsverkehr involviert ist. Somit kann das System weltweit genutzt werden, selbst auf mobilen Endgeräten steht das System mittlerweile zur Verfügung. Die Zahlung erfolgt dabei immer elektronisch über einen Bitcoin Client. Jede Transaktion wird allerdings aufgezeichnet und gespeichert – damit spätere Ansprüche nachvollzogen werden können. Die notwendigen Prozesse werden dabei mit einer Wallet-Software im Hintergrund ausgeführt. Eine Überweisung läuft nach folgendem Schema ab: Es wird die Bitcoin-Adresse des Empfängers benötigt, diese muss dann mittels eines QR-Codes eingelesen werden. Dann wird die Anzahl der Bitcoins festgelegt und versandt.

Vor- und Nachteile

Wie jedes andere Zahlungsmittel auch, so hat Bitcoin Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind:

  • Das Bitcoin System ist frei – und daher von Banken und anderen Zahlungsanbietern unabhängig
  • Das System ist weltweit verfügbar und kann innerhalb von wenigen Minuten nutzbar gemacht werden wobei die Anwendung sehr einfach ist
  • Innerhalb weniger Minuten landen die Zahlungen dort, wo sie hinsollen
  • Es gibt insgesamt 21 Millionen Bitcoins und diese Anzahl kann nicht erhöht werden, womit Bitcoins inflationsgeschützt sind
  • Es werden beim Bezahlvorgang keine persönlichen und sensiblen Daten übermittelt
  • Obwohl das System transparent ist, bleiben die Nutzer dennoch anonym

Die Nachteile:

  • Die Akzeptanz von Bitcoins ist nicht sonderlich groß, eine allgemeine Anerkennung ist nicht vorhanden
  • Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Bitcoins
  • Durch Angebot und Nachfrage schwankt der Kurs zum Euro gewaltig, so lag der Kurs im Januar 2017 bei 1,0781 Euro pro Bitcoin und nur eine Woche Später bei 749 Euro
  • Es besteht die Gefahr, dass Staaten den Handel mit Bitcoins verbieten
  • Eine einmal erfolgte Zahlung kann nicht mehr wiederrufen werden

Foto: Shutterstock/Stockfoto-ID: 671577727

Die Zukunft von Bitcoins bei Sportwetten Anbietern

Es gibt bereits einige wenige Anbieter, die sich mit der Zahlung per Bitcoins beschäftigt haben und diese auch in ihr Programm aufgenommen haben. Allerdings lassen die führenden Anbieter noch immer die Finger davon, zu schwer wiegen die Nachteile vor allem für die Buchmacher. Das größte Problem sind wohl die Kursschwankungen – inzwischen kostet ein Bitcoin über 2.600 Euro (Stand: Juli 2017). Einige Statistiken zeigen, dass rund 50 Prozent der Bitcoin Zahlungen bereits jetzt im Sportwetten und Casino Bereich getätigt werden. Die Zahl der Buchmacher, die Bitcoin im Angebot haben, sind also durchaus gestiegen. Vor allem in den Vereinigten Staaten, wo Bitcoins als Zahlungsmittel bereits stark verbreitet sind, ist dies üblich. In den USA ist Glücksspiel nur in Nevada, Delaware und New Jersey erlaubt und legal – da durch Bitcoin die Spieler anonym bleiben also kein Wunder, dass sich Bitcoin bei Online Sportwetten durchgesetzt hat. Bitcoins werden nicht wirklich transferiert, sondern an Webseiten gezahlt daher ist der Vorgang nicht verfolgbar. Da die Zahlung sofort erfolgt und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, profitieren auch Buchmacher hiervon. So hat die digitale Währung den Glücksspielmarkt in den USA revolutioniert. Doch die USA sind die USA und Deutschland ist Deutschland. In Europa haben sich die Bitcoins nicht wirklich durchsetzen können, was, wie bereits erwähnt, an den unsteten Kursen liegt. Außerdem haben Bitcoins einen schlechten Ruf, obwohl diese Währung nur bedingt für kriminelle Machenschaften genutzt werden können. Dennoch: Wir glauben nicht, dass sich dieses Zahlungsmittel in den kommenden Jahren in Europa bei den Sportwetten Anbietern wird durchsetzen können.

Horrormeldungen über Cyberattacken

Immer wieder tauchen Meldungen darüber auf, dass sich Hacker Zugang zu Bitcoin Börsen verschaffen und die Konten der Kunden ausräumen. So erst vor Kurzem: Die weltweit viertgrößte Bitcoin-Börse Bithumb in Südkorea wurde erfolgreich gehackt. Die Beute: Bitcoins im Werte von 900.000 Euro. Bestohlen wurden die User: In 100 Fällen waren die Diebe erfolgreich. Da die rechtliche Grundlage und die Haftungsregelungen für Kryptogeld auch in Südkorea noch nicht richtig und gesetzlich geregelt ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Geschädigten ihr Geld wiederbekommen werden.

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