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Handicapwetten

Insbesondere im Bereich der beliebten Fußballwetten sind Handicapwetten äußerst populär. Handicapwetten funktionieren aber mit allen Sportarten, in denen zwei Gegner oder Mannschaften gegeneinander antreten und die höhere Punktzahl über Sieg oder Niederlage entscheidet. Amerikanische Tipper interessieren sich zum Beispiel beim Basketball in erster Linie für Handicapwetten. Die normalen Sieg- oder Ergebniswetten spielen dort kaum eine Rolle.

Wodurch zeichnen sich Handicapwetten aus? Solche Handicapwetten sind dann sinnvoll, wenn es in einem Aufeinandertreffen zweier Teams einen klaren Favoriten gibt. Denn für jeden Teilnehmer an Sportwetten stellt diese Kombination pures Gift dar. Wenn der FC Bayern München beispielsweise als Heimmannschaft gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte antritt, sind die Quoten für einen Sieg der Münchner äußerst mies. Da kann man mit einer herkömmlichen Siegwette allenfalls einen ernst zu nehmenden Gewinn einstreichen, sofern man mit hohen Einsätzen spielt. Geht die Sache jedoch schief, erleidet man einen empfindlichen Verlust.
Die Alternative:

  • Man tippt wider besseres Wissen doch auf den Außenseiter,
  • um eine akzeptable Wettquote zu bekommen.
  • Bei dieser Methode halten sich die Verluste vielleicht in Grenzen,
  • sind dafür aber wesentlich wahrscheinlicher.
  • Handicapwetten eröffnen dem Wetter eine Möglichkeit, diesem Dilemma zu entkommen.

Wie funktionieren Handicapwetten?
Der Buchmacher weist dem Favoriten vor Anpfiff der Partie ein fiktives Handicap, also einen Nachteil, zu. Das ist in der Regel eine bestimmte Anzahl von Toren oder Punkten, die dieser Mannschaft seitens des Wettanbieters abgezogen werden.

  • Wenn der FC Bayern München zum Beispiel zu Hause gegen den SC Freiburg spielt,
  • werden die meisten Wettspieler von einem klaren Heimsieg der Bayern ausgehen.
  • Verständlicherweise sehen die Wettbüros das ähnlich und bieten nur eine mickrige Quote von 12:10 oder weniger für einen Siegtipp an.
  • Alternativ kann der Buchmacher aber diese Siegwette auch mit einem Handicap von -1 für die Bayern versehen.
  • Das bedeutet, die Partie startet aus Sicht des Wettspielers nicht bei 0:0, sondern bei einem Rückstand von 0:1 für die Heimmannschaft.
  • Wenn man nun auf einen Sieg der Bayern tippt, müssen diese mindestens zwei Tore mehr als der Gegner schießen.
  • Denn wenn die Bayern im realen Spiel lediglich 1:0 oder 2:1 gewinnen, endet die Partie mit dem eingerechneten Handicap 0:0 oder 1:1.

Damit hätte man die Siegwette verloren.

Sofern man den Bayern jedoch einen deutlichen Heimsieg zutraut, stellen diese Handicapwetten eine hervorragende Alternative zur herkömmlichen Wette dar. Auch für Favoriten zahlen die Wettanbieter bei Handicapwetten deutlich höhere Quoten aus. So kann sich eine bescheidene Quote von 11:10 schnell in eine attraktive Gewinnquote von 15:10 umwandeln. Diese Quoten lassen sich noch deutlich steigern, wenn man ein höheres Handicap von zwei oder drei Toren auswählt, da ja hier auch das Risiko deutlich zunimmt. Aber bei haushohen Favoriten sind solche forcierten Handicapwetten dennoch ein vertretbares Wagnis. Um in den Genuss dieser Möglichkeiten zu kommen, müssen die Buchmacher die Handicapwetten auch in vielfältiger Form anbieten. Das ist in erster Linie bei den Online-Wettbüros gewährleistet, die zudem deutlich bessere Quoten für Handicapwetten offerieren. Sie müssen nun mal keine Mieten für ein Ladenlokal aufbringen. Hier ragen Anbieter wie

  • Bwin,
  • Bet365,
  • Ladbrokes,
  • 888.com,
  • Mybet,
  • Unibet oder
  • Interwetten

hervor, bei denen man alle Arten von Handicapwetten findet.

Das oben erwähnte Beispiel hinsichtlich der Partie Bayern München gegen Freiburg beschreibt nämlich nur das sogenannte „europäische Handicap“. In den Angeboten von Online-Wettbüros findet man aber auch das „asiatische Handicap“. Worin unterscheiden sich diese beiden Handicapwetten? Asiatische Handicapwetten erscheinen auf den ersten Blick komplizierter zu sein, eröffnen dem Spieler aber bei genauerer Betrachtung weitaus mehr Möglichkeiten. Asiatische Handicapwetten kennen

  • ganze,
  • halbe und
  • viertel Handicaps
  • sowie positive Handicaps.

Diese Form der Handicapwetten ist vor allen Dingen im amerikanischen Basketball verbreitet. Da man dank des Internets und der international ausgerichteten Online-Wettbüros heutzutage auf praktisch alle Sportereignisse tippen kann, ist die NBA auch für den deutschen Wettspieler interessant.

Mal angenommen die Mannschaft des deutschen Superstars Dirk Nowitzki, die Dallas Mavericks, spielen gegen die Indiana Pacers. Und ein Online-Wettbüro wie bet365 würde für einen Heimsieg der Dallas Mavericks bei einem Handicap von -5,5 eine attraktive Gewinnquote von 22:10 auszahlen. Bei einem realen Spielausgang von 98:92 für Dallas würde das nach Abzug des Handicaps bereinigte Ergebnis dann 92,5:92 lauten und man hätte die Wette gewonnen. Umgekehrt kann man die Wette natürlich auch auf Indiana mit einem Handicap von +5,5 platzieren, was dann genau genommen kein Handicap mehr darstellt. Denn schließlich bekommen die Pacers diese Punkte gutgeschrieben. Das Endergebnis würde dann 98:97,5 lauten. Man hätte in diesem Fall also verloren. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn die Dallas Mavericks mit sechs Punkten oder mehr siegen, gewinnen alle Handicapwetten auf Dallas mit einem Handicap von – 5,5. Bei allen anderen Spielausgängen – weniger als 6 Punkte Unterschied oder Dallas verliert – gewinnt eine Wette auf die Indiana Pacers.

Handicapwetten, die mit Viertelpunkten operieren, sind noch ausgefallener. In diesem Fall splittet das Wettbüro die platzierten Handicapwetten in zwei Teile auf. Tippt man bei einem Spiel der Bayern gegen Borussia Dortmund auf Sieg Bayern mit einem Handicap von +0,25, bekommt man bei einem Heimsieg den vollen Gewinn ausgezahlt, bei einem Unentschieden immerhin noch die Hälfte seines Einsatzes zurück. Handicapwetten mit Viertelpunkten sind folglich eine gute Möglichkeit, um seine Wette abzusichern. Die Absicherung des Wetteinsatzes mittels der Handicapwetten ist noch in anderer Hinsicht bedeutsam. Nämlich dann, wenn man nicht von einem Favoritensieg überzeugt ist, sondern stattdessen die Chancen des vermeintlichen Underdogs höher einschätzt. In der Bundesliga kommt es zuweilen schließlich vor, dass sich eine Mannschaft mit einem bestimmten Gegner erfahrungsgemäß schwertut. Aber eine Siegwette auf den Außenseiter abzuschließen, mag dem einen oder anderen Spieler dennoch als zu riskant erscheinen. Einfache Lösung in diesem Fall:

  • Man tippt auf den Underdog als Sieger,
  • räumt ihm aber ein Handicap von +1 ein.
  • Dann kann die Partie in der Realität unentschieden ausgehen und
  • man hat seine Wette dennoch gewonnen.

Handicapwetten sind auch ein eleganter Weg, eine hochriskante Ergebniswette zu vermeiden, aber dennoch eine ähnliche Gewinnquote zu erzielen. Mitunter muss man dabei allerdings etwas um die Ecke denken. Man geht zum Beispiel in einem konkreten Fall davon aus, dass sich die Bayern mit dem kommenden Gegner schwertun werden, aber diese Begegnung nach 90 Minuten dennoch irgendwie knapp gewinnen. Bei einem Ergebnistipp müsste man nun präzise ein 1:0 oder 3:2 vorhersagen. Wenn die Partie schließlich 2:1 für die Bayern ausgeht, lag man mit seiner Prognose zwar im Prinzip richtig. Aber knapp daneben ist bekanntlich auch vorbei. Mithilfe von Handicapwetten kann man hier auf ein Unentschieden bei einem Handicap von -1 für die Bayern setzen. Es ist dann also egal, ob die Bayern mit 1:0, 2:1 oder 5:4 siegen – man hat auf jeden Fall gewonnen, wenn die Tordifferenz einen Treffer beträgt.

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