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Deutsche Eishockey Nationalmannschaft gewinnt bei der WM sensationell gegen Finnland

Die deutsche Eishockey Nationalmannschaft hat den Einzug in die Finalrunde bei der Weltmeisterschaft in Dänemark verpasst und will sich nun wenigstens glorreich und mit Stil vom Turnier verabschieden. Der erste Schritt wurde bereits gemacht: Denn gegen den zweimaligen Weltmeister Finnland gelang ein 3:2 Sieg nach Verlängerung. Eine große Überraschung, denn der Kader des Olympiazweiten wurde massiv umgebaut und verjüngt. Dennoch: Es war eine Freude, den ersten Sieg über Finnland seit 25 Jahren zu sehen. Frederik Tiffels, Björn Krupp und Markus Eisenschmid waren die Torschützen, die für diesen Erfolg sorgten.

imago/Newspix24

Das letzte Spiel geht gegen Kanada

Die Mannschaft hatte die letzte Chance, doch noch irgendwie beim Viertelfinale dabei sein zu können, mit dem 1:3 am Samstag gegen Lettland verspielt. Nun holte sich das Team von Trainer Marco Sturm mit diesem Sieg gegen Finnland noch einmal Selbstvertrauen für das abschließende Vorrundenspiel gegen den 26-maligen Weltmeister Kanada.

Viele Absagen und Rücktritte

Der gesamte vorherige Turnierverlauf zeigte zudem, wie schwer die Mannschaft an dem großen Umbruch zwei Monate nach dem verlorenen Finale bei den Olympischen Spielen in Südkorea zu knabbern hat. „Jetzt ist ein neuer Abschnitt, und man braucht eine gewisse Zeit. Wir müssen jedes Jahr hart kämpfen um Plätze und Punkte. Das wird sich in naher Zukunft nicht ändern“, sagte Sturm vor dem Spiel gegen Finnland. Insgesamt musste Sturm mit 17 Ausfällen, Absagen, Verletzungen und Rücktritten umgehen. Die Rücktritte von Christian Ehrhoff, 35, Marcel Goc, 34, und Patrick Reimer, 35 nach Olympia waren zwar absehbar, doch andere Absagen standen nicht auf der Liste. „Das ist immer die Entscheidung von den Spielern“, so der Trainer, für den es vor allem wichtig sei, dass sie tatsächlich helfen wollen. „Nur solche Spieler brauche ich“, stellte er klar. Wenn einer sich nicht sicher sei, „dann soll er lieber zu Hause bleiben“.

„Wir haben zu viele Absagen gehabt“

Erst kurz vor dem Beginn der Weltmeisterschaft war klar, dass Sturm mit nur fünf von zehn Silbermedaillengewinnern der DEL-Finalisten München und Berlin zur Verfügung stehen würden. „Es sind mehr weggefallen als geplant“, räumte der Coach ein. Kapitän Dennis Seidenberg kritisierte: „Wir haben zu viele Absagen gehabt.“ So mussten viele junge Profis die Lücken im Kader füllen. Dadurch wurde klar, dass es dem deutschen Eishockey an gutem Nachwuchs zu mangeln scheint. DEB-Präsident ist trotz des Vorrunden Aus der Mannschaft zufrieden: „Die Zahlen, die wir haben, sind positiv. Das wird sich durch das Nicht-Erreichen des Viertelfinals nicht ändern.“

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